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Eier färben mit Naturprodukten

Blog Eier natürlich blau färben mit Rotkraut

Seit Jahren färbe ich zu Ostern mit meiner Mutter zusammen Eier, mit hübschen Kräutern und Blümchen im Sud aus Zwiebelschale. Ich finde die Eier sehr schön und doch reizt es mich jedes Jahr wieder auch mal etwas buntere Ostereier einzufärben. Auf einigen Internetseiten habe ich schon davon gelesen, dass es mit Randen schöne rote Eier geben soll, mit Spinat sollen sie grün werden, mit Karotten orange und so weiter.

Ich habe also (notabene im Januar) einen ersten Versuch gestartet. Da ich in unserem Lokalen Supermarkt meist keine Randen bekomme, habe ich mich als erstes an die Rüebli gewagt, die habe ich ja sowieso immer zuhause. Auf 1 Liter Wasser wird empfohlen 500 Gramm zerkleinertes Gemüse zu nehmen. Zuerst soll ich das Gemüse richtig auskochen und die gekochten Eier dann einfach in den ausgekühlten Sud legen. Ich versuch’s, doch auch nach 6 Stunden im Rüeblisud sind die Eier nicht mehr als ein wenig beige geworden. Mit orangen Ostereiern ist somit schon mal nichts geworden. Immerhin hat die Suppe geschmeckt, die ich aus den verkochten Rüebli gekocht habe :-).

Der nächste Versuch habe ich mit Randen unternommen. Wieder wie bei den Rüebli habe ich 500g Randen auf einen Liter Wasser verkocht. Die Eier habe ich wieder separat gekocht und in den ausgekühlten Sud gelegt. Nach circa 3 Stunden haben die Eier zwar Farbe angenommen, jedoch war es eher ein undefinierbares braun anstelle des gewünschten rot/pink-tones. Immerhin konnte ich auch hier die gekochte Rande für die Küche brauchen. Es gab daraus einen Randen-Kartoffelstock!

Nach diesen ersten zwei gescheiterten Versuchen, kam ich zum Schluss, dass in einem nächsten Versuch unbedingt etwas Essig in den Sud muss, laut diversen Internetseiten sollen die Eier dadurch die Farbe besser aufnehmen. Da ich aber das Gemüse nicht einfach auf den Kompost werfen wollte, stand ich vor einem Problem. Rüebli oder Randen mit Essigwasser gekocht sind schliesslich nicht mehr wirklich geniessbar. Ein Newsletter von BettyBossi gab mir dann neuen Mut für den dritten Versuch. Der Vorschlag von BettyBossi: Rotkraut-Sud herstellen, absieben und erst dannach den Essig zugeben. Das klingt ganz nach meinem Geschmack und so starte ich den dritten Versuch, diesmal mit Rotkraut für blaue Eier und mit Kurkuma für gelbe.

Zuerst das Rotkraut. Und zwar verkochte ich erst das Rotkraut circa 30 Minuten, dann habe ich den Sud abgegossen, den Essig beigegeben und die hartgekochten noch warmen Eier über Nacht baden lassen (Es wird ein Minimum von 1 Stunde empfohlen). Das vorgeschlagene Verhältnis ist 1:1. Da mein Rotkohl circa 1 Kilo wog, habe ich 1 Liter Wasser genommen. Den Sud habe ich übrigens in ein kleineres Pfännchen gegossen, damit die Eier auch ganz in den Sud eintauchen. Am nächsten Morgen hatte ich doch tatsächlich meine langersehnten natürlich gefärbten, blauen Eier. Weil das mit dem Rotkraut so gut geklappt hat, habe ich gleich noch den zweiten Versuch mit Kurkuma gestartet. Ein Teelöffel Kurkuma auf einen ½ Liter Wasser und einem Esslöffel Essig. Zuerst aufkochen und dann die Eiere gleich im Sud hartkochen. Kurkuma färbt schneller ab, ich habe die Eier eine gute halbe Stunden im Sud gelassen und hatte richtig schön gelbe Eier! Beim Kurkuma muss man allerdings aufpassen. Wenn die Eier frisch aus dem Sud kommen sind sie noch sehr empfindlich. Am besten ganz vorsichtig Trockentupfen, sonst kommt nämlich ziemlich viel von der Farbe wieder ab.

Zum Schluss habe ich mich sogar noch an ein grünes Ei gewagt. Laut BettyBossi soll ich ein zuvor Blau gefärbtes Ei in Kurkuma legen. Da meine blauen Eier aber schon dem Frühstück zum Opfer fielen, machte ich es kurzerhand umgekehrt. Habe also ein gelbes Ei in den Rotkraut-Sud gelegt. Nach circa 2 Stunden hatte ich ein leicht grünes Ei!

eier natürlich gelb färben mit kurkuma

Meine wichtigsten Erkenntnisse sind, dass es unbedingt etwas Essig braucht um die Eier schön zu Färben und dass es weisse Eier braucht. Beim klassischen Zwiebelschalen-Sud finde ich es persönlich nicht so schlimm wenn die Eier braun sind, sie werden trotzdem immer ganz schön und die Kräuter kommen auch immer schön zur Geltung. Beim Rotkraut-Sud habe ich deshalb probeweise auch ein braunes Ei mitgefärbt. Es ist dann ein bisschen sehr dunkel geraten, schon fast schwarz sieht es aus.

Mit den richtigen Tipps und Tricks ist es also gar nicht so schwer, mehr als nur die klassischen Zwiebelschalen-Braun-Roten Eier zu färben, ganz natürlich! Und nebenher ist es doch auch ein guter Grund wieder einmal Rotkraut zu kochen, das gibt es bei uns nämlich viel zu selten ;-).

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