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Ausflug zu den Zürcheroberländer Hochmooren: der Selegermoor Park
16. Juni 2017
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Silikon in Haarprodukten

Blog-Beitrag Silikon in Haarprodukten

Das vermeintliche Wundermittel für das Haar etwas genauer unter der Lupe.

Silikon lässt sich mittlerweile in vielen Shampoos und fast allen Pflegespülungen, Haarkuren oder Stylingprodukten auffinden. In der Auflistung auf der Packungsrückseite erkennt man die Silikone durch die Endungen: „-conol, -con, -siloxan“ (z.B. Polydimetylsiloxan, Dimeticon, Simeticon, u.ä.). Allerdings lässt sich anhand dieser Namen nicht unterscheiden ob sie wasserlöslich sind oder nicht. Während nämlich die wasserlöslichen Silikone beim Haare waschen wieder aus dem Haar entfernt werden, bleiben die unlöslichen langfristig im Haar und auf der Kopfhaut haften.

Wieso aber enthalten nun die meisten Haarprodukte dieses Silikon in der Formulierung? Silikone bilden einen Schutzmantel um das Haar, um es geschmeidiger, glänzender und besser kämmbar zu machen. Die beschädigten Stellen auf dem Haar werden durch den luftdichten synthetischen Silikonfilm quasi verklebt. Somit erscheint das Haar nach der Pflege gesund und poröse Stellen sind nicht mehr zu erkennen. Reparieren lässt sich das Haar aber damit nicht, denn beim Haar handelt es sich um totes Material welches nicht regeneriert werden kann. Hingegen können bei häufigem Gebrauch von Haarpflegemittel mit wasserunlöslichen Silikonen längerfristig Probleme entstehen, da sich das Silikon Schicht um Schicht auf der Kopfhaut ablagert (Silikon-Build-Up Phänomen).

Schaut man mit einer Kamera auf die Kopfhaut (dies ist z.B. bei einer Kopfhaut- und Haaranalyse von Harologie machbar) kann man die Silikonschicht sehr gut erkennen. Statt einer rosa mit Blutgefässen versetzten Kopfhaut, ist ein weisslich/gräulicher Belag sichtbar und die Stelle wo das Haar aus der Kopfhaut ragt, ist vollständig eingekleistert, etwa so, wie wenn man eine dicke Schicht Vaseline auf die Haut aufträgt. Somit dringt kaum Feuchtigkeit bis zur Haarwurzel hinein was zur Folge hat, dass das Haar austrocknet, spröder und brüchiger wird und im Endeffekt schneller ausfällt. Des Weiteren erschwert der Silikonfilm beim Haarfärben das Eindringen der Farbe in das Haar und kann ein unregelmässiges Farbergebnis zur Folge haben.

Mittlerweile gibt es Kuren um die Silikonschicht zu entfernen, z.B. mit DeepCleanser von Harologi. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass es eine Weile dauert, bis das gesunde Haar nachwächst, denn nach Absetzen der silikonhaltigen Pflegemittel kommt das eigentliche Ausmass der Schädigung erst zu Tage.

Für ein gesundes Haar von der Haarwurzel bis zur Spitze, wie auch aus umwelttechnischen Gründen lohnt es sich aus meiner Sicht auf silikonhaltige Haarmittel zu verzichten!

Meine Empfehlungen für silikonfreie Haarprodukte:

  • René Furterer: Eine Haar-Pflege-Spa-Linie aus natürlichen Bestandteilen und reichhaltig an ätherischen Ölen. Einzig die Haarstylingprodukte enthalten gemäss Angaben der Firma wasserlösliche Silikone. Nur Im Fachhandel (Apotheken & Drogerien) erhältlich. Eine Beratung ist nötig, um richtige Produkte für den Haartyp zu finden.
    Behandlung relativ simpel, angenehme Düfte. Nicht sehr günstig aber auch nicht wahnsinnig teuer.
  • Harologi: Nur im Fachhandel erhältlich (spezialisierte Apotheken und Coiffeurgeschäfte). Vor dem Kauf ist eine persönliche Haarberatung mit Haaranalyse nötig, da die Pflegeprodukte und Shampoos individuell auf den Haartyp abgestimmt sind. Siehe auch: http://www.harologi-switzerland.ch
    Behandlung erfordert Disziplin und da häufig mehrere Produkte benötigt werden, ist sie auch eher teuer.
  • Sidefyn Cosmetics: Die Duschcreme von Sidefyn Cosmetics ist nicht nur für die Haut sondern auch für das Haar geeignet, wurde allerdings nicht speziell dafür konzipiert. An diversen Schweizer Märkten, im Fachhandel (Apotheken & Drogerien) oder Online via: https://www.sidefyn-cosmetics.ch erhältlich.
    angenehmer Duft, verflüchtigt sich nach einiger Zeit. Preislage: eher günstig.
  • Tony&Guy Pflegelinie: im Grosshandel erhältlich, Beratung nicht unbedingt nötig, besser selber testen.
    Preislage: eher günstig

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